Skip to main content

Schlagwort: rundengroup

PPWR 2030 – Was die EU-Verpackungsverordnung für die Lebensmittellogistik bedeutet

Die Uhr tickt – und für viele Unternehmen tickt sie schneller, als sie denken. Am 12. August 2026 tritt die neue EU-Verpackungsverordnung (PPWR) in Kraft. Sie ist eine Verordnung, keine Richtlinie. Das heißt: Sie gilt unmittelbar in allen Mitgliedstaaten, ohne Umweg über nationales Recht. Für die Lebensmittellogistik bringt die PPWR konkrete Konsequenzen. Wer 2030 noch auf Einwegtransportverpackungen setzt, wird in vielen Bereichen die gesetzlichen Vorgaben nicht mehr erfüllen. Wer jetzt umstellt, hat dagegen Zeit und einen klaren Vorsprung. Der Beitrag fasst zusammen, was die Verordnung wirklich vorschreibt, was sich für die Lebensmittelbranche ändert und wie Mehrweg-Pooling als Lösung schon heute funktioniert.

Was ist die PPWR?

Die offizielle Bezeichnung lautet: Verordnung (EU) 2025/40 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 19. Dezember 2024 über Verpackungen und Verpackungsabfälle. Sie ersetzt die alte Verpackungsrichtlinie 94/62/EG, die mehr als 30 Jahre den Rahmen für Verpackungen in Europa gesetzt hat.

Im Kern verfolgt die Verordnung drei Ziele:

  • Vermeidung von Verpackungsabfällen (Reduktion der pro-Kopf-Abfallmenge gegenüber 2018)
  • Wiederverwendung statt Einweg (verbindliche Quoten für bestimmte Verpackungsformen)
  • Recyclingfähigkeit und Kreislaufführung (Designvorgaben und Mindestrezyklatanteile)

Die Verordnung folgt dabei der EU-Abfallhierarchie: Erst vermeiden, dann wiederverwenden, dann recyceln. Damit setzt sie das Prinzip der Kreislaufwirtschaft erstmals als Pflicht für Verpackungen um, statt es nur zu empfehlen.

Wer ist betroffen?

Die PPWR richtet sich an alle Wirtschaftsakteure, die Verpackungen in der EU in Verkehr bringen oder verwenden. In der Praxis sind das:

  • Hersteller von verpackten Produkten
  • Verpacker und Abfüller
  • Importeure und Distributoren
  • Händler und Endvertreiber (B2C)
  • Logistikdienstleister und Pooling-Partner

Für die Lebensmittellogistik bedeutet das: Wer Fleisch, Fisch, Milchprodukte, Obst, Gemüse, Geflügel, Backwaren oder Trockenwaren in irgendeiner Form bewegt, produziert, transportiert, lagert oder verkauft, ist betroffen.

Die wichtigste Änderung für die Lebensmittellogistik: Wiederverwendungsziele für Transportverpackungen

Hier liegt der Hebel, der die Branche am stärksten verändern wird. Artikel 29 der Verordnung legt für Transportverpackungen drei klare Pflichten fest – alle gültig ab dem 1. Januar 2030:

Pflicht 1 · Mindestquote 40 % (Artikel 29 Absatz 1)
Wer Paletten, klappbare Kunststoffkisten, Schalen, Großpackmittel, Kübel, Fässer oder Kanister zur Beförderung von Produkten in der EU verwendet, muss ab 2030 mindestens 40 % davon in wiederverwendbaren Verpackungen innerhalb eines Wiederverwendungssystems einsetzen. Ab 2040 soll dieser Anteil auf 70 % steigen.

Pflicht 2 · Standortübergreifender B2B-Transport (Artikel 29 Absatz 2)
Wer Produkte zwischen verschiedenen eigenen Standorten oder zwischen verbundenen Unternehmen / Partnerunternehmen transportiert, muss ab 2030 sicherstellen, dass diese Verpackungen wiederverwendbar sind. Hier gibt es keine 40-%-Quote – es gilt die volle Pflicht.

Pflicht 3 · B2B-Transport innerhalb desselben Mitgliedstaats (Artikel 29 Absatz 3)
Auch wenn ein Unternehmen Produkte an einen anderen Wirtschaftsakteur innerhalb desselben Mitgliedstaats liefert, müssen die Transportverpackungen ab 2030 wiederverwendbar sein.

Was bedeutet das praktisch?

Für viele Lebensmittelhersteller heißt das: Die Mehrzahl ihrer Transportwege fällt unter Pflicht 2 oder 3. Das nationale Distributionsnetz, die Lieferung an den Großhandel, die Standortverbindungen innerhalb des Konzerns. All das muss bis 2030 auf Mehrwegtransportverpackungen umgestellt sein. Die 40-%-Quote nach Pflicht 1 ist eher die Mindestmesslatte, nicht das eigentliche Schwergewicht.

Ausnahmen

Die Verordnung sieht klare Ausnahmen vor:

  • Beförderung gefährlicher Güter (Richtlinie 2008/68/EG)
  • Maßgefertigte Verpackungen für Großmaschinen und Spezialrohstoffe
  • Flexible Verpackungen in direktem Kontakt mit Lebens- oder Futtermitteln
  • Pappe-/Kartonkisten (für diese gilt die Quote ausdrücklich nicht)

Letzteres ist besonders bemerkenswert: Pappkartons sind von der Wiederverwendungspflicht ausgeschlossen. Wer also auf Pappe setzt, fällt zwar nicht unter Artikel 29 – aber bekommt parallel die Anforderungen an Recyclingfähigkeit, Mindestrezyklatanteil und Abfallvermeidung zu spüren. Die PPWR macht Karton damit nicht zur einfachen Ausweichlösung, sondern lenkt den Druck nur an anderer Stelle aus.

Weitere zentrale Anforderungen der PPWR

 Recyclingfähigkeit ab 2030 verpflichtend (Artikel 6)

Alle in Verkehr gebrachten Verpackungen müssen recyclingfähig sein. Ab dem 1. Januar 2030 dürfen Verpackungen nur dann in Verkehr gebracht werden, wenn sie nach den Leistungsstufen A, B oder C bewertet sind. Ab 2038 sind sogar nur noch die Stufen A oder B zulässig.

Mindestrezyklatanteil in Kunststoffverpackungen (Artikel 7)

Ab 1. Januar 2030 müssen Kunststoffverpackungen folgende Mindestanteile an wiederverwertetem Material aus Verbraucher-Kunststoffabfällen enthalten:

  • 30 % bei kontaktempfindlichen Verpackungen mit PET als Hauptbestandteil (außer Einweggetränkeflaschen)
  • 10 % bei kontaktempfindlichen Verpackungen aus anderen Kunststoffen
  • 30 % bei Einweggetränkeflaschen aus Kunststoff
  • 35 % bei allen anderen Kunststoffverpackungen

Ab 2040 steigen diese Quoten auf 50 / 25 / 65 / 65 Prozent.

Verringerung von Verpackungsabfällen (Artikel 43)

Jeder Mitgliedstaat muss die pro-Kopf-Verpackungsabfälle gegenüber 2018 reduzieren:

  • Bis 2030: mindestens 5 %
  • Bis 2035: mindestens 10 %
  • Bis 2040: mindestens 15 %

Berichterstattung wird Pflicht (Artikel 31)

Ab dem Kalenderjahr 2030 müssen Wirtschaftsakteure, die unter die Wiederverwendungsziele fallen, jährlich der zuständigen Behörde berichten. Wer die Quoten nicht nachweisen kann, hat ein Problem – nicht nur intern, sondern auch öffentlich, denn die Berichte werden veröffentlicht.

Was bedeutet die PPWR konkret für die Lebensmittellogistik?

In der Praxis stehen Unternehmen der Lebensmittelbranche vor fünf zentralen Herausforderungen:

  1. Umstellung des B2B-Transports auf Mehrweg. Standortverbindungen und nationale Belieferungen müssen wiederverwendbar abgewickelt werden – ohne Quote, sondern als Pflicht.
  2. Hygiene und Lebensmittelechtheit. Mehrweg-Kunststoffbehälter müssen die strengen Anforderungen der Lebensmittellogistik erfüllen – inkl. zertifizierter Reinigung und gleichbleibender Qualität.
  3. Datenbasis und Berichterstattung. Ab 2030 ist Reporting Pflicht. Wer keine Tracking- und Datengrundlage hat, bekommt ein operatives Problem.
  4. Material- und Designanforderungen. Recyclingfähigkeit und Mindestrezyklatanteile betreffen jedes verwendete Verpackungsmaterial.
  5. Vorlaufzeit. Bei 2030 als Stichtag bleibt rein operativ kaum mehr als drei bis vier Jahre Zeit – zu wenig, um in Panik umzustellen, gerade noch genug, um in Ruhe zu planen.

Was Unternehmen jetzt tun sollten

Schritt 1 · Bestandsaufnahme
Welche Verpackungen kommen aktuell zum Einsatz? Welche davon fallen unter Artikel 29 Absatz 1, 2 oder 3? Eine ehrliche Inventur ist die Basis jeder weiteren Entscheidung.

Schritt 2 · Quoten-Check
Wie groß ist der Anteil der Transportverpackungen, der unter die strikten B2B-Pflichten fällt? Erfahrungsgemäß sind das in der Lebensmittelbranche deutlich mehr Wege, als auf den ersten Blick erkennbar.

Schritt 3 · Pilotprojekte starten
Wer 2026/2027 mit Mehrwegumstellungen beginnt, hat bis 2030 vier Jahre Zeit, Prozesse zu erproben, Lieferanten zu integrieren und intern zu lernen. Ein Pilot in einer abgegrenzten Region oder Produktkategorie ist der ideale Einstieg.

Schritt 4 · Datengrundlage schaffen
Tracking, Smart Labels, digitales Reporting – wer die Datenbasis erst 2029 aufbaut, hat 2030 noch keine belastbaren Zahlen für die Berichterstattung. Wer sie 2026 aufbaut, kann ab 2030 fristgerecht melden.

Schritt 5 · Pooling-Partner einbinden
Mehrweg funktioniert nur als System. Wer einen erfahrenen Pooling-Partner an Bord hat, muss die Logistik nicht selbst aufbauen, sondern kann sich auf das Kerngeschäft konzentrieren.

Wie WBG Pooling bereits auf die PPWR vorbereitet ist

Unser System ist genau darauf ausgelegt, was die PPWR ab 2030 fordert. Konkret bedeutet das:

Wiederverwendbare Produkte/Verpackungen

  • Standardisierte Mehrweg-Behälter (Foldable Crates 6411, 6415, 6418, 4315 etc.) und Palettenboxen (BigBox 1000) – mit Industrie- und Euromaßen, geeignet auch für automatisierte Lagerstandorte
  • Cradle-to-Cradle-Zertifizierung für die wichtigsten Produktlinien (BigBox 1000 red/grey/green Silber, Foldable-Crates-Black Serie, L1/L3 Logistic Pallets light blue Bronze)
  • Hunderte Umläufe pro Behälter – jeder Kreislauf ersetzt ein Vielfaches an Einwegverpackung

Europaweites Pooling-Netzwerk

  • Bereitstellung, Rückführung, Reinigung, Reparatur – alles aus einer Hand
  • Lager- und Service-Standorte in mehreren europäischen Ländern, die kurze Transportwege ermöglichen
  • Bündelung von Transporten verschiedener Kunden – das reduziert nicht nur den CO₂-Ausstoß, sondern macht das System auch wirtschaftlich tragfähig

Digitale Lieferketten als Reporting-Grundlage

  • Smart Labels mit RFID, DataMatrix, GRAI und IoT für Echtzeit-Tracking
  • myWBG Pooling als Plattform für Buchung, Rückführung und Abrechnung
  • Digitaler Ablieferungsnachweis (P2D) für die papierlose Quittierung
  • Datenbasis, die ab 2030 für die PPWR-Berichterstattung sofort nutzbar ist

Zertifizierungen, die zählen

  • IFS Logistics – Managementsystem auf höchstem Niveau
  • HACCP – Qualitäts- und Hygienemanagement
  • ISO 14001 / 45001 / 50001 – Umwelt, Arbeitsschutz, Energiemanagement
  • Bio-Zertifizierung (DE-ÖKO-006) für Bio-Produktlagerung

Studien-Backup

Die Wirksamkeit unseres Systems ist nicht nur intern dokumentiert, sondern wissenschaftlich belegt:

  • NABU-Studie 2025: durchschnittlich 35 Umläufe pro Mehrwegbehälter, > 90 % Materialeinsparung
  • Fraunhofer-Studie 2025: Mehrweg gewinnt in 14 von 17 untersuchten Kategorien
  • STASA-Studie 2021: 50,5 % Einsparung an Fahrtwegen, 282 t CO₂-Äquivalent gespart
  • SIM Save-Food-Studie: Mehrweg reduziert Lebensmittelverluste durch besseren Produktschutz

 

Fazit: Die PPWR ist Pflicht – aber sie ist auch eine Chance

Die PPWR macht 2030 zu einem harten Stichtag. Aber sie macht ihn nicht zur unangenehmen Überraschung – das Datum steht seit Dezember 2024 fest. Wer jetzt handelt, hat noch fast vier Jahre Vorlauf. Wer 2029 anfängt, hat ein Problem.

Aus unserer Sicht ist das vor allem eines: eine strategische Chance. Mehrweg-Pooling reduziert nicht nur Verpackungsabfälle. Es senkt Transportleerfahrten, schafft Datenbasis für ESG- und CSRD-Reporting, schützt Lebensmittel besser und macht Lieferketten resilienter gegen Materialengpässe. Die PPWR zwingt die Branche zu einem Schritt, den sie aus eigenem Interesse längst hätte gehen können.

Sprechen Sie mit uns

Sie möchten verstehen, was die PPWR konkret für Ihr Unternehmen bedeutet und wie Sie pragmatisch in die Umstellung einsteigen können? Unser Vertriebsteam berät Sie gerne. Termin vereinbaren über wbg-pooling.eu/kontakt oder telefonisch unter +49 5491 9990-0.

Weiterführende Informationen: wbg-pooling.eu/ppwr


Quellen

  • Verordnung (EU) 2025/40 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 19. Dezember 2024 über Verpackungen und Verpackungsabfälle, EUR-Lex (Inkrafttreten 12.08.2026)
  • WBG Pooling – PPWR-Seite: wbg-pooling.eu/ppwr/
  • WBG Pooling – Studien & Zertifikate: wbg-pooling.eu/studien-und-zertifikate/
  • WBG Pooling – Digitale Lieferketten: wbg-pooling.eu/services/digitale-lieferketten/
  • NABU-Studie 2025 – Mehrweg spart Ressourcen
  • Fraunhofer UMSICHT / SIM – Reuse vs. Recycle 2025
  • Stiftung Initiative Mehrweg – Save-Food-Studie
  • STASA GmbH – Wegstreckeneinsparung und Emissionsreduzierung durch optimiertes Pooling, 2021

Hinweis: Die in diesem Beitrag genannten Stichtage, Quoten und Anforderungen beziehen sich auf die Verordnung (EU) 2025/40 in ihrer am 19. Dezember 2024 verabschiedeten Fassung. Konkrete Durchführungsrechtsakte und Berechnungsmethoden werden von der Europäischen Kommission bis 2026/2027 erlassen und können Detailregelungen weiter präzisieren.

Truly Reuse: Vom Einwegbecher zur Kreislauflösung

Großveranstaltungen stellen besondere Anforderungen an Logistik, Sicherheit und Abfallmanagement. Wo viele Menschen zusammenkommen, machen Glasbruch, Verletzungsrisiken und der anfallende Einwegmüll den Betrieb aufwendiger – und teurer. Genau hier setzen wir mit Truly Reuse an.

Beim diesjährigen Stadtstreicher Open Air in Lohne kam unser neues Mehrwegsystem erstmals in Kooperation mit Fangmann Event zum Einsatz. Die Getränkeausgabe wurde vollständig auf wiederverwendbare Becher umgestellt – mit spürbaren Effekten: weniger Glasbruch, eine geringere Verletzungsgefahr auf dem Gelände und reduzierte Verluste im gastronomischen Betrieb.

Die eingesetzten Becher werden vor und nach jeder Veranstaltung professionell gereinigt und erfüllen alle gängigen Hygieneanforderungen. Das entlastet nicht nur das Personal vor Ort, sondern schafft auch Vertrauen bei Veranstaltern und Besuchenden.

Truly Reuse ist dabei kein generisches Mehrwegangebot von der Stange. Das System wurde speziell für Events, Festivals und Gastro entwickelt, kommt aus der Region und setzt auf kurze Wege, verlässliche Logistik und einen klaren Fokus auf Kreislaufwirtschaft – was es besonders für Veranstaltungen vor Ort attraktiv macht. Langfristig vereinfachen unsere Becher vor allem die Rückgabe für die VerbraucherInnen. Durch moderne RFID Technik können die Becher zukünftig auch unkompliziert an Automaten zurückgegeben und die Rückerstattung des Pfands reibungslos gestaltet werden.

Der erste gemeinsame Auftritt mit Fangmann Event verlief reibungslos. Die Abläufe erwiesen sich als unkompliziert, unser System wurde von den Besuchenden begeistert angenommen.

Weitere Informationen zum System und seinen Einsatzmöglichkeiten gibt es unter truly-reuse.eu

Kreislauf statt Verschwendung: Das aktualisierte Leitbild der Runden Group

Die Anforderungen an Wirtschaft und Gesellschaft verändern sich rasant. Ressourcenknappheit, Abfallmengen und lineare Geschäftsmodelle stellen Unternehmen weltweit vor große Herausforderungen – und zugleich vor die Chance, Verantwortung zu übernehmen und neue Wege zu gehen.

Vor diesem Hintergrund hat die Runden Group ihr gruppenweites Leitbild aktualisiert und geschärft. Es bildet den strategischen Rahmen für unsere Arbeit und beschreibt, wofür wir heute stehen – und wohin wir uns gemeinsam entwickeln wollen.

Warum wir unser Leitbild weiterentwickelt haben

Das bisherige Leitbild der Runden Group entstand vor rund dreieinhalb Jahren – zu einem Zeitpunkt, an dem sich unsere Unternehmensgruppe noch in einer ganz anderen Phase befand. Seitdem hat sich viel verändert: Mehrere Tochtergesellschaften sind hinzugekommen, Geschäftsmodelle wurden weiterentwickelt, Marken neu positioniert und Verantwortlichkeiten klarer definiert.

Mit der Einführung von Home of Reuse als Dachmarke haben wir in diesem Jahr zudem einen sichtbaren strategischen Rahmen geschaffen, der unsere gemeinsame Ausrichtung nach außen bündelt. Dadurch wird deutlich, was uns verbindet: der konsequente Fokus auf Wiederverwendung, Ressourcenschonung und funktionierende Kreislaufwirtschaft.

Unser gemeinsamer Anspruch: Wiederverwendung statt Wegwerflogik

Gänzlich neu haben wir einen Purpose formuliert:

Kreislauf statt Verschwendung. Wiederverwendung statt Müllberge. Mehrweg statt Einweg.

Jährlich entstehen weltweit enorme Mengen an Verpackungsmüll – von Einweg-Plastik bis zu Papier und Pappe. Wertvolle Ressourcen werden verbraucht, Produkte werden nur einmal genutzt und anschließend entsorgt. Diese Wegwerflogik belastet Ökosysteme und gefährdet die Gesundheit von Menschen und Tieren.

Unsere Vision ist eine Welt, in der Ressourcen im Kreislauf gehalten werden und Wiederverwendung selbstverständlich ist.

Unsere Mission beschreibt, wie wir dazu beitragen:
Wir treiben den Wandel von einer Wegwerf- zu einer Wiederverwendungsgesellschaft voran, indem wir Lösungen entwickeln, die Ressourcen schonen, Abfall reduzieren und zugleich wirtschaftlichen Nutzen schaffen. Als verlässlicher Partner für Industrie, Handel und Gesellschaft schaffen wir mit zirkulären Konzepten ökonomischen und ökologischen Mehrwert.

Werte, die unser Handeln leiten

Neben Purpose, Vision und Mission bilden unsere Werte und Prinzipien das Fundament unserer Unternehmenskultur. Sie geben Orientierung im täglichen Handeln – nach innen wie nach außen:

  • Customer Centricity: Wir stellen unsere KundInnen in den Mittelpunkt unseres Handelns, begegnen Ihnen als PartnerInnen im Wandel und treiben gemeinsam Kreislauf-Lösungen voran.
  • Impact: Wir wollen nicht nur handeln, sondern etwas bewegen – mit klaren Prioritäten, einem lösungsorientierten Mindset und messbaren Ergebnissen.
  • Responsibility: Wir übernehmen Verantwortung für unsere Entscheidungen und handeln stets in Anbetracht ökonomischer, ökologischer und sozialer Aspekte.
  • Collaboration: Echter und langfristiger Wandel entsteht, wenn wir gemeinsam handeln – im täglichen Miteinander unserer Belegschaft und in starken Partnerschaften nach außen.  
  • Innovation: Innovation bedeutet für uns, lineare Systeme durch echte Kreislaufwirtschaft zu ersetzen. Wir entwickeln skalierbare Lösungen, die Ressourcen schonen und zugleich wirtschaftliche Vorteile schaffen – effizienter und kostengünstiger als traditionelle Modelle.
  • Transparency: Wir demokratisieren Wissen, gehen offen mit Herausforderungen um und wollen Menschen befähigen, fundierte und verantwortungsvolle Entscheidungen zu treffen.
  • Appreciation: Wir sind der Überzeugung, dass wir den Wert von Menschen und Ressourcen gleichermaßen pflegen und erhalten müssen – wir achten auf die Endlichkeit natürlicher Ressourcen und fördern die Menschen, die mit uns die Transformation vorantreiben.

Einheit in der Vielfalt

Als Unternehmensgruppe mit unterschiedlichen Gesellschaften und Geschäftsmodellen wissen wir, dass ein übergeordnetes Leitbild nicht jede operative Besonderheit im Detail abbilden kann. Deshalb verfügt jede Gesellschaft der Runden Group zusätzlich über eigene Purpose- und Mission-Statements.

Diese sind spezifisch auf das jeweilige Geschäftsmodell zugeschnitten und beschreiben den individuellen Beitrag zum gemeinsamen Ziel einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft. Gemeinsam mit den jeweiligen Führungspersonen erarbeitet, bilden sie die Brücke zwischen strategischem Rahmen und täglichem Handeln.

Das aktualisierte Leitbild beschreibt, wer wir heute sind. Gleichzeitig ist es unser Orientierungspunkt für die Zukunft – für strategische Entscheidungen, neue Partnerschaften und die kontinuierliche Weiterentwicklung unserer Geschäftsmodelle.

Die Runden Group steht für Wiederverwendung statt Verschwendung.
Für Mehrweg statt Einweg.
Und für die Überzeugung, dass ökologischer Wandel und wirtschaftlicher Erfolg kein Widerspruch sind und die gemeinsame Betrachtung dieser Elemente unabdingbar für eine resiliente und zukunftsfähige Wirtschaft ist.

Hier geht es zum ausführlichem Mission Statement.

Der ESG Summit 2025 – “Built on trust. Driven by insight. Focused on impact”


Am 26. November 2025 hatten Lisa Runden und Saralena Gülker aus dem Sustainability Management der 
Runden Group die Gelegenheit, am dritten ESG Summit der EUPD Group im historischen Steigenberger Icon Grandhotel & Spa Petersberg bei Bonn teilzunehmen.  Die Veranstaltung war Teil der European Sustainability Week und bot eine einzigartige Plattform für den Austausch zu den drängendsten Themen rund um alle aktuellen Environmental, Social und Governance (ESG) Thematiken.  

Der Klimawandel kennt kein „stop the clock“
Fehlende Planungssicherheit aufgrund wechselnder regulatorischer Anforderungen, einem Narrativ-Wechsel in der Politik und sinkender Wertschätzung für das abgenutzte Buzzword „Nachhaltigkeit“ in der öffentlichen Debatte – die Entwicklungen dieses Jahres machen es innovativen Unternehmen, die zur Transformation der Wirtschaft beitragen wollen, nicht unbedingt leicht. Der ESG Summit 2025 brachte führende ExpertInnen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik zusammen, um gemeinsam über Lösungen für diese aktuellen Herausforderungen zu diskutieren und darüber hinaus zu zeigen, dass Innovatorinnen und Innovatoren nun mehr denn je gebraucht werden.  

„There are no uncertainties – we have to make decisions” 

Die Eröffnungsrede von Ralph Thurm von r3.0 stellte die Frage, wie wir den Übergang von „Sustainability-as-is“ hin zu „Regeneration-as-needed“ schaffen können. 
Prof. Dr. Anabel Ternès von Hattburg betonte in ihrer Keynote die Bedeutung von Ehrlichkeit in der Nachhaltigkeitskommunikation – „Impact over Image“ war ihr klares Credo. 
Neben den Keynotes gab es diverse Break Out Sessions, die sich auf spezifische Themenblöcke fokussierten. 
Diese Sessions deckten ein breites Spektrum ab: 

  • Finance at a Turning Point: Risiken und Chancen im ESG-Kontext 
  • Standards in Motion: Reporting und Governance 
  • Transformation from Within: Strategie und soziale Verantwortung 
  • From Data to Impact: KI und digitale Transformation 
  • Powering the Transition: Energie und Industrie 
  • Shifting the System: Klimaanpassung und Resilienz 

Ein besonderes Highlight waren die Beiträge von Robert Habeck, dem ehemaligen Vizekanzler und Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz. Beim Stakeholder Roundtable „Decarbonizing Europe’s Industry – the real cost of uncertainty” vertrat er eine klare Haltung: “There are no uncertainties. If we don’t make decisions we are lost. We have to decide and it’s okay to make mistakes along the way. But we have to decide otherwise we are lost.”
In seiner Closing Keynote machte er allen ÜberzeugungstäterInnen zudem Mut angesichts des aktuellen Narrativ-Wechsels. Die Daten, die im Zuge von Nachhaltigkeitsmanagement erarbeitet wurden, seien ebenfalls wertvolle Daten die für die nötige Wettbewerbsfähigkeit genutzt werden können – wenn innovative Unternehmen hier weitermachen, eigene Technologien, Produkte oder neue Standards entwickeln, dann sei das auch nachhaltig. Es lohne sich allemal, weiterzumachen. 

Der ESG Transparency Award 
Neben den vielen Impulsen wurde die Runden Group für ihre Bemühungen im Bereich Nachhaltigkeitsberichterstattung geehrt und bekam den ESG Transparency Award überreicht. Dieser honoriert Unternehmen, die bereits zukunftsweisende Nachhaltigkeitskonzepte in ihrem Unternehmen verankert haben und diese transparent innerhalb der Berichterstattung kommunizieren. Die PreisträgerInnen beweisen allesamt, dass Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit keine Gegensätze, sondern Erfolgsstrategien für eine lebenswerte Zukunft sind. Hier hat die Runden Group direkt beim ersten Mal das höchste Bewertungslevel, die Exzellenz-Stufe, erreicht und hat sich bereits für das Bewertungs-Committee im kommenden Jahr beworben.

Jetzt online: Der neue Nachhaltigkeitsbericht der Runden Group

Wer sich zukunftsfähig aufstellen will, der kann Environment-, Social- und Governance-(ESG-)Themen nicht außer Acht lassen.
Die Wirtschaft, wie wir sie seit Jahrzehnten kennen, hat der Welt Rohstoffknappheiten, das Reißen planetarer Grenzen und Abfallberge beschert.

Dass Kreislaufwirtschaft ein probater Ansatz ist, um eine Trendwende für unseren Planeten einzuläuten, stellte die Runden Group bereits in ihrem ersten Nachhaltigkeitsbericht 2023 fest; damals noch erarbeitet nach den Standards der Global Reporting Initiative.

Zwei Jahre später hat sich einiges getan; nicht nur bei der Runden Group, sondern auch inHinblick auf die gesamtgesellschaftliche Lage.
Wir verzeichnen laufend die wärmsten Monate seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Immer mehr Regionen sind von Extremwetterlagen betroffen oder auch Wasserstress ausgesetzt.
Zeitgleich bricht der Omnibus-Vorschlag der EU-Kommission Anfang 2025 die transparente und verbindliche Nachhaltigkeitsberichterstattungspflicht für etliche europäische Unternehmen auf.
Jene gesetzliche Pflicht, die das Potenzial hatte, eine wirtschaftliche Transformation zu fördern.

Umso wichtiger ist es, dass die Runden Group sich trotz wegfallender Verpflichtung für die Berichterstattung gemäß European Sustainability Reporting Standards (ESRS) positioniert und diese umsetzt.
Transparenz und messbare Fortschritte sowie die zugehörige Datengrundlage dazu sind die Basis für eine glaubwürdige Nachhaltigkeitsstrategie.
Ohne die zu berichtenden Kennzahlen gäbe es keinen Maßnahmenkatalog, keine realistischen Zielformulierungen und auch keine übergeordnete Vision.
Unsere ESG-Leistung ist nicht nur auf EU-Ebene vergleichbar, sondern bietet auch unseren GeschäftspartnerInnen eine verlässliche Grundlage im Kontext der Corporate SustainabilityReporting Directive (CSRD).

Was ist neu in diesem Jahr?

  1. Zwei Formate, ein Ziel: Erstmals gibt es den Bericht in einer kompakten Kurzversion und einer detaillierten Langversion. Die Kurzversion bietet einen übersichtlichen Einstieg mit den wichtigsten Fakten und Meilensteinen des Berichtsjahrs 2024. Die Langversion mit allen vertiefenden Analysen und Daten steht allen Interessierten nach einer Mail-Registrierung zur Verfügung.
  2. Unsere Leitlinie „Redefining economics“: Im Zuge dieses Berichts haben wir auch unsere erste umfassende ESG-Strategie verabschiedet. Hier wird definiert, wie wir ökonomischen und ökologischen Erfolg vereinen wollen.
    Für uns bedeutet „Nachhaltigkeit“ ein Umdenken: von einer linearen Wegwerfgesellschaft hin zu einer zirkulären „Reuse“-Gesellschaft.
  3. Gebündelte Ziele im SDG-Dashboard: Unser Dashboard mit den konkreten Zielen und Maßnahmen haben wir ebenfalls aktualisiert. Es vereint nun unsere Nachhaltigkeitsziele und die Anforderungen unserer ISO-Zertifizierungen an einem zentralen Ort.
  4. Tiefe Einblicke durch Szenarioanalysen: Die Langversion enthält umfangreiche Analysen zu den Auswirkungen des Klimawandels auf unsere Regionen, zu planetaren Grenzen und zu diversen Rohstoffen.
  5. Fundiert durch Forschung: Wir haben intensiv in fundierte Recherche investiert. Im Quellenverzeichnis finden sich spannende Studien – ob zu den Auswirkungen des Klimawandels oder zum Thema Elektromobilität.


Für uns ist „the future is circular” deutlich mehr als ein weiterer Nachhaltigkeitsbericht. Er ist die Grundlage für die strategische Ausrichtung. Er ist ein wichtiges Kommunikationstool zur Aufklärungsarbeit. Er ist ein Bekenntnis zu ambitionierten Anstrengungen im ESG-Bereich. Er ist der Kompass für unsere Optimierungspotenziale. Und er ist der Motivator für alle weiteren Aktivitäten.

Sie möchten mehr erfahren?

Hier geht’s zum:

Spannung, Teamgeist und Einblicke – Die Runden Derby Days am 2. August in Damme-Osterfeine

Nach dem erfolgreichen Auftakt im vergangenen Jahr lädt die Runden Group auch 2025 wieder zu den Runden Derby Days ein. Am Samstag, den 2. August, öffnet die Sportanlage des SW Osterfeine ihre Türen für packende Jugendfußball-Derbys – und direkt nebenan öffnet die Runden Group ihre Türen für alle, die einen Blick hinter die Kulissen werfen möchten.

Im Mittelpunkt des Tages stehen spannende Begegnungen lokaler Jugendmannschaften: SW Osterfeine, JSG Holdorf-Dinklage-Langenberg, RW Damme und JSG Steinfeld-Mühlen-Kroge treten gegeneinander an. Die Zuschauerinnen und Zuschauer dürfen sich auf mitreißende Spiele, sportlichen Ehrgeiz und eine ausgelassene Atmosphäre freuen.

Parallel dazu lädt die Runden Group von 13 bis 19 Uhr zum Tag der offenen Tür ein. Besucherinnen und Besucher können das Unternehmen erkunden, spannende Einblicke gewinnen und sich bei Kaffee und Kuchen stärken – mit direktem Blick auf das Spielfeld. Der Erlös vom Kauf von Kaffee und Kuchen wird an Sportler gegen Hunger gespendet.

Im „Home of Reuse“ wartet zudem ein Gewinnspiel mit attraktiven Preisen. Die Siegerehrung der Turniere findet im Anschluss an die Spiele direkt auf dem Runden Campus statt.

Den krönenden Abschluss bildet ab 19 Uhr die Aftershowparty auf dem Gelände der Runden Group – ein geselliges Beisammensein für alle, die den Tag gemeinsam ausklingen lassen möchten. Auch hier gehen die Erlöse komplett an Sportler gegen Hunger.

Mit den Runden Derby Days bringt die Runden Group Menschen aus der Region zusammen – und schafft eine einzigartige Verbindung aus Sport, Offenheit und Gemeinschaft.

Projekt Generationenwerkstatt

Wie lässt sich handwerkliches Know-how mit moderner Technologie und nachhaltigem Design verbinden? Die Antwort liefert die Generationenwerkstatt der Runden Group in Zusammenarbeit mit der Don Bosco Schule aus Steinfeld. Im Mittelpunkt des Projekts steht ein beeindruckendes Moosbild – zwei Meter breit, ein Meter hoch und mit einer intelligenten Beleuchtung ausgestattet, die auf Bewegung reagiert. 

Handwerk trifft auf Innovation 

In der Werkstatt von PLANWORKS haben zwölf Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, sich handwerklich auszuprobieren. An acht Nachmittagen arbeiten sie unter Anleitung erfahrener Fachkräfte an dem Kunstwerk, das schon bald in ihrer Schule einen Platz finden wird. 

Das Projekt vereint Kreativität, handwerkliches Geschick und technisches Know-how: Die SchülerInnen lernen nicht nur, wie man ein Moosbild professionell anfertigt, sondern auch, wie sie mithilfe moderner Sensortechnik eine smarte Beleuchtung integrieren. Das Besondere: Das Licht leuchtet automatisch auf, sobald jemand am Bild vorbeigeht – ein echtes Highlight für den Schulflur!  

Eine junge Teilnehmerin war begeistert davon, in der Generationenwerkstatt mit ihren Händen zu arbeiten:  

Wir haben Buchstaben hergestellt und dafür Paste verarbeitet, die nach dem Trocknen geglättet werden musste. Das hat Spaß gemacht.” 

Mehr als nur ein Kunstwerk 

Die Generationenwerkstatt ist weit mehr als ein gestalterisches Projekt. Sie bietet jungen Menschen die Möglichkeit, handwerkliche Berufe hautnah zu erleben, wertvolle Fähigkeiten zu erlernen und Teamarbeit zu stärken. Gleichzeitig profitieren die erfahrenen Fachkräfte von der frischen Kreativität der Jugendlichen und geben ihr Wissen weiter – eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten. 

Nachhaltigkeit und Zukunftsperspektiven 

Ein besonderes Augenmerk lag auf dem Thema Nachhaltigkeit: Moosbilder sind nicht nur dekorativ, sondern verbessern auch das Raumklima, indem sie Feuchtigkeit regulieren und Schall absorbieren. Zudem zeigt das Projekt, wie Technik und Design sinnvoll kombiniert werden können, um innovative Lösungen mit Mehrwert zu schaffen. 

Teamwork und Begeisterung hautnah erleben 

Die Generationenwerkstatt hat einmal mehr gezeigt, wie spannend Handwerk sein kann. Die SchülerInnen waren mit großem Engagement dabei und konnten nicht nur handwerkliche Fähigkeiten mitnehmen, sondern auch wertvolle Einblicke in mögliche Berufsfelder gewinnen. 

Das fasst auch ein Teilnehmer passend zusammen:  

“Ich fand es total interessant, denn man hat einmal etwas ganz Anderes gesehen. Wir konnten mit vielen verschiedenen Materialien wie Holz und Metall arbeiten. Ich habe viel mit meinen Freunden gelernt.” 

Wir freuen uns, dass dieses außergewöhnliche Projekt realisiert wurde – und sind gespannt auf die nächsten kreativen Ideen in der Generationenwerkstatt! 

Mehrweg als Zukunftsstandard

Der Mehrweg Monat März macht auf ein gewaltiges Problem aufmerksam: Die Verpackungsindustrie steht vor großen Herausforderungen. Die Menge an Verpackungsabfällen in der EU hat sich in den letzten Jahren drastisch erhöht. Von 66 Millionen Tonnen im Jahr 2009 auf 84 Millionen Tonnen im Jahr 2021 – das entspricht jährlich fast 190 Kilogramm pro Kopf. Die Lösung? Mehrweg!

Der Hintergrund des Mehrweg Monats März, initiiert vom Mehrwegverband Deutschland e.V., ist die zunehmende Umweltbelastung durch Einwegverpackungen. Mehrwegsysteme gelten als effektive Maßnahme zur Ressourcenschonung und Abfallvermeidung. Sie sind ein praktisches Beispiel für Kreislaufwirtschaft, da sie durch Wiederverwendung wertvolle Ressourcen und Energie einsparen, die sonst für die Herstellung neuer Verpackungen benötigt würden. Und genau hier setzt die Runden Group an.

Mehrweg statt Einweg – warum es keine Alternative gibt

Mehrwegtransportverpackungen sind der Schlüssel zu einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft. Während herkömmliche Einwegverpackungen nach einmaliger Nutzung entsorgt werden, zirkulieren Mehrwegbehälter über Jahre hinweg in den Lieferketten der Industrie, des Handels und der Logistik. Dieser Ansatz spart nicht nur Kosten, sondern leistet auch einen enormen Beitrag zum Klimaschutz.

Laut einer Studie des Fraunhofer-Instituts und der Stiftung Initiative Mehrweg sind Mehrwegsysteme in 14 von 17 untersuchten Kategorien gegenüber Einweglösungen überlegen.

Runden Group: Pioniere für Kreislaufwirtschaft in der Logistik

Die Runden Group hat es sich zur Aufgabe gemacht, Mehrweg in der Logistik effizient, wirtschaftlich und zukunftssicher zu gestalten. Vor allem mit unseren Gesellschaften WBG Pooling und LHM Pooling bieten wir innovative Lösungen für wiederverwendbare Transportverpackungen. Wir setzen konsequent auf Kreislaufwirtschaft und wollen zeigen, dass Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit Hand in Hand gehen können und müssen.

Ein besonderes Augenmerk liegt auf der intelligenten Pooling-Nutzung: Unternehmen müssen keine eigenen Verpackungslösungen besitzen und verwalten, sondern nutzen einen gemeinsam betriebenen Mehrweg-Pool. So wird nicht nur die Effizienz der gesamten Lieferkette erhöht, sondern auch ein geschlossener Kreislauf geschaffen, der Abfall vermeidet und Ressourcen optimal nutzt.

Mehrweg auf europäischer Ebene

Nicht nur Unternehmen, sondern auch die Europäische Union erkennt die Bedeutung von Mehrwegsystemen. Mit der Verordnung über Verpackungen und Verpackungsabfälle (PPWR), einer Weiterentwicklung der vorherigen Verpackungsverordnung, die im April 2024 offiziell verabschiedet wurde, hat die EU klare Signale für eine zirkuläre Wirtschaft gesetzt. Jetzt ist es an den Unternehmen, diese Vorgaben konsequent umzusetzen – ein Anspruch, den wir als Runden Group bereits heute mit voller Überzeugung erfüllen.

Politisches Engagement für die Zukunft

Neben der praktischen Umsetzung von Mehrwegsystemen engagieren wir uns auch aktiv auf europäischer Ebene. Als Mitglied der Reusable Packaging Europe (RPE) setzen wir uns für eine stärkere Förderung von Mehrwegsystemen ein. Ziel ist es, den politischen Entscheidungsträgern zu vermitteln, wie Kreislaufwirtschaft in der Praxis funktioniert und welche regulatorischen Rahmenbedingungen notwendig sind, um Mehrweglösungen weiter zu stärken.

Auch auf nationaler Ebene ist die Runden Group seit Jahren aktiv: Gemeinsam mit der Stiftung Initiative Mehrweg (SIM) haben wir Studien in Kooperation mit renommierten Forschungseinrichtungen wie dem Fraunhofer-Institut initiiert. Diese Arbeiten liefern wertvolle Erkenntnisse über die Vorteile von Mehrweg und helfen, politische Maßnahmen weiterzuentwickeln.

Mit Mehrweg die Zukunft mitgestalten

Die Weichen für eine nachhaltigere Verpackungswirtschaft sind gestellt. Doch jetzt braucht es Unternehmen, die diese neuen Standards nicht nur erfüllen, sondern aktiv mitgestalten. Die Runden Group beweist mit WBG Pooling und LHM Pooling, dass Mehrwegtransportverpackungen nicht nur eine ökologische, sondern auch eine ökonomisch sinnvolle Lösung für Industrie, Handel und Logistik sind. Durch politisches Engagement, innovative Geschäftsmodelle und ein starkes Netzwerk trägt die Runden Group entscheidend dazu bei, dass Mehrweg zum neuen Standard wird – in Europa und darüber hinaus.

Besuch der IGeHo: Zukunft nachhaltig gestalten

Am 20. März durfte die Runden Group Mitglieder der Interessengemeinschaft Holdorf (IGeHo) bei PLANWORKS in Steinfeld willkommen heißen. Im Rahmen der Aktion #igehobesucht erhielten die Gäste Einblicke in zwei Unternehmen der Gruppe – PLANWORKS und WBG Pooling – und in unsere Unternehmensphilosophie, die Nachhaltigkeit konsequent lebt. 

Einblicke in zwei starke Unternehmen 

Werner von Lehmden gab den Besucherinnen und Besuchern einen spannenden Einblick in die Arbeit von PLANWORKS, der Spezialist für ökologisches gewerbliches Bauen und Sanieren innerhalb der Runden Group. Das Unternehmen entwickelt Immobilien, die den steigenden Anforderungen an Umweltverträglichkeit, Energieeffizienz und Digitalisierung gerecht werden.  

Sie sind auch dafür verantwortlich, dass die neuen Räumlichkeiten der WBG Pooling in Osterfeine green und smart sind. Sie haben unseren Standort energetisch effizient und zukunftssicher geplant, uns digital vernetzt und dafür gesorgt, dass Bau und Betrieb ressourcenschonend sind. PLANWORKS hat unser Gebäude ganzheitlich gedacht – von der Materialwahl bis zur intelligenten Steuerung technischer Systeme. So entstand eine hochmoderne Arbeitsumgebung, die ökologisch sinnvoll und wirtschaftlich nachhaltig zugleich ist. 

Anschließend stellte Thomas Frilling die Arbeit von WBG Pooling vor. Interessiert lauschte die Interessensgemeinschaft, wie wir europaweit im Bereich der Mehrwegtransportverpackungen aktiv sind, nachhaltige Logistiklösungen auf Industrieebene bieten und Ressourcenschonung und Effizienz dabei in den Mittelpunkt unseres unternehmerischen Wirkens stellen. 

Wir bieten intelligente Poolingsysteme für Mehrwegtransportverpackungen, die mehrfach genutzt, aufbereitet und wieder in den Umlauf gebracht werden können. Dafür haben wir bereits unsere WBG Pooling Foldable Crates black sowie unsere WBG Pooling BigBox 1000 Serie erfolgreich nach Cradle to Cradle zertifizieren lassen, unsere WBG Pooling Paletten sollen bis Mitte 2025 folgen. Dieser zirkuläre Ansatz reduziert nicht nur Einwegmüll, sondern spart auch CO₂-Emissionen und Rohstoffe – ein echtes Beispiel für Kreislaufwirtschaft in der Praxis und unser aktiver Beitrag zu den Zielen des EU Industrial Green Deal. 

Nachhaltigkeit als Grundprinzip 

Was PLANWORKS und WBG Pooling verbindet – neben der Zugehörigkeit zur Runden Group – ist ein gemeinsames Wertefundament: Nachhaltigkeit ist kein Trend, sondern eine Haltung. Sie zieht sich als roter Faden durch die Arbeit aller neun Gesellschaften der Runden Group. Die Orientierung am EU Green Deal ist dabei nicht nur Maßstab, sondern Ansporn, als Unternehmensgruppe Vorreiter für zukunftsfähiges Wirtschaften zu sein.  

PLANWORKS zahlt in den Bereichen Dekarbonisierung, Ressourcenschonung und Digitalisierung im Bauwesen unmittelbar auf die Ziele des EU Industrial Green Deal ein, indem das Unternehmen Immobilien entwickelt, die energieeffizient, kreislauffähig und digital steuerbar sind. 

WBG Pooling wiederum fördert mit seinen nachhaltigen Mehrwegverpackungssystemen eine funktionierende Kreislaufwirtschaft im Logistiksektor – ebenfalls ein zentrales Handlungsfeld des Green Deal. Durch den gezielten Aufbau von Rücknahme- und Reinigungssystemen sowie einem datenbasierten Pooling werden Transportverpackungen optimal genutzt, Abfälle reduziert und CO₂ eingespart. So leisten beide Unternehmen auf ganz praktische Weise ihren Beitrag zu einem klimaneutralen, ressourcenschonenden und wettbewerbsfähigen Europa. 

Auch die IGeHo teilt diese Überzeugung. „Schließlich ist Nachhaltigkeit auch eines unserer Kernthemen, das wir bei all unseren Aktivitäten und Überlegungen immer mitdenken“, betonte der stellvertretende Vorsitzende Thomas Deters. 

Ein inspirierender Austausch 

Der Besuch war geprägt von Offenheit, gegenseitigem Interesse und einem wertvollen Dialog auf Augenhöhe. Für uns war es eine willkommene Gelegenheit, nicht nur Einblicke in die eigene Arbeit zu geben, sondern auch Impulse aus dem lokalen Netzwerk mitzunehmen. 

Wir bedanken uns herzlich bei der IGeHo für das Interesse und den inspirierenden Austausch – und freuen uns auf die nächsten Gelegenheiten, gemeinsam Zukunft nachhaltig zu gestalten. 

 

Besuch vom Elektrotrucker: Elektrisch die Zukunft gestalten

Klimawandel, Emissionsreduzierung und nachhaltige Technologien – diese Themen bestimmen zunehmend die Logistikbranche. Umso wichtiger ist es, innovative Ansätze zu fördern und in nachhaltige Lösungen zu investieren. Solche Denkanstöße regt regelmäßig der “Elektrotrucker” Tobias Wagner an, der uns vor Kurzem besucht hat und uns wertvolle Einblicke in die Zukunft der nachhaltigen Logistik gegeben hat. 

Sein Engagement für klimafreundliche Transportlösungen zeigt, wie Elektromobilität und Nachhaltigkeit in der Logistik Hand in Hand gehen können. Besonders spannend war die Diskussion über die Ladeinfrastruktur mit ihm: Nur mit einer effizienten und flächendeckenden Versorgung können Elektro-Lkw ihr volles Potenzial entfalten, um den Umstieg auf elektrische Antriebe zu erleichtern und den CO2-Ausstoß drastisch zu senken. 

Doch Nachhaltigkeit bedeutet nicht nur die Reduktion von Emissionen. Auch der verantwortungsbewusste Umgang mit Ressourcen, die Reduktion von Lärmbelastung und die Verbesserung der Luftqualität in urbanen Räumen sind zentrale Aspekte, die durch elektrische Nutzfahrzeuge positiv beeinflusst werden. 

Die Logistikbranche steht vor einem Wendepunkt: Wir haben frühzeitig in nachhaltige Technologien investiert, um einen entscheidenden Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Der Besuch des Elektrotruckers hat uns noch einmal bestärkt, dass dieser Weg richtig und absolut zeitgemäß ist und wir so die Weichen für eine nachhaltige Zukunft stellen. 

 Für alle weiteren Details zum Besuch an unserem Standort, gibt es das Youtube Format des Elektrotruckers: ab Min. 29:00 Link kommt dann der Besuch.

Link zum Video: https://www.youtube.com/watch?v=EMb01WcnKlM 

 

 

    Unser Newsletter
    Bleiben Sie auf dem Laufenden!